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Unterhalt

Ich berate Sie zu folgenden Themen:

Ehegattenunterhalt:

  • Wir berechnen den Unterhalt und bestimmen die Dauer
  • Wie lange ist der Unterhalt nach Scheidung zu zahlen?
  • Die Alternative – Kapitalabfindung des Ehegattenunterhalts
  • Recht auf Unterhalt – oder Pflicht zur eigenen Arbeit?
  • Kinder – wie lange sind sie zu betreuen?
  • Unterhaltsverzicht – ist das überhaupt möglich?

Kindesunterhalt:

  • Wer erhält die Kinderzulagen?
  • Viele Unterhaltspflichten – weniger Unterhalt pro Kind
  • Unterhalt bis zum Ende der Ausbildung? Mündigenunterhalt

Berechnung des Einkommens

  • Was zählt zum Einkommen?
  • Wie welche Abzüge sind erlaubt?
  • Was passiert, wenn der Ehegatte nicht (voll) arbeitet? Hypothetisches Einkommen

Existenzminimum:

  • Wie viel muss zum Leben bleiben?
  • Kann das Existenzminimum gesenkt oder angehoben werden?

Selbstständige und Unternehmer:

  • Recht auf Auskunft und Belege
  • Zulässige Gestaltung des unterhaltsrelevanten Einkommens

Sonstiger Unterhalt:

  • Lebenspartner ohne Ehering – aber mit Kindern
  • Die eigenen Eltern im Heim – wer bezahlt?

 

Mündigenunterhalt - Wie lange müssen Eltern für ihre Kinder aufkommen?

Die Höhe des bei der Scheidung festzulegenden Kindesunterhalts bemisst sich grundsätzlich nach den gleichen Kriterien wie bereits unter der Rubrik “Trennung“ dargestellt. Zusätzlich muss noch die Dauer festgelegt werden. Der Unterhalt ist bis zur Mündigkeit des Kindes geschuldet, also bis zum 18. Geburtstag. Sofern das Kind dann noch in Ausbildung steht, hat es Anspruch auf finanzielle Unterstützung bis zum voraussichtlichen ordentlichen Abschluss seiner Erstausbildung.

Der Kindesunterhalt ist dann direkt an das Kind geschuldet, ausser das Kind ist damit einverstanden, dass die Zahlungen an den Elternteil, bei welchem es lebt, erfolgt. Anspruchsberechtigt bleibt jedoch das Kind selbst; das Elternteil, bei welchem es lebt hat kein Klagerecht.

Kinderzulagen, Kinderrenten der IV und andere für den Unterhalt des Kindes bestimmte Leistungen sind grundsätzlich zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu bezahlen. Bei der Bemessung der Höhe des Unterhaltsbeitrags des mündigen Kindes wird berücksichtigt, in welchem Umfang es dem Kind zugemutet werden kann, für seinen Unterhalt aus eigenem Arbeitserwerb (Lehrlingslohn, Studentenjob etc.) aufzukommen.

 

Abänderung eines Scheidungsurteils - Was gilt, wenn sich seit der Scheidung die Verhältnisse ändern?

Ein nachehelicher Unterhalt kann grundsätzlich auch nachträglich abgeändert werden. Zu Gunsten des Unterhaltsverpflichteten kann der Unterhalt herabgesetzt, aufgehoben oder für eine bestimmte Zeit eingestellt werden, wenn sich dessen finanziellen Verhältnisse wesentlich und dauernd verändert haben. Als Beispiel kann die Invalidität des Unterhaltsverpflichteten aufgeführt werden. Eine Verbesserung der finanziellen Verhältnisse der berechtigten Person ist nur dann zu berücksichtigen, wenn bei der Scheidung ein den gebührenden Unterhalt der Kinder Unterhaltsbeitrag festgesetzt werden konnte.

Zu Gunsten der unterhaltsberechtigten Person kann der Unterhalt nur innerhalb von 5 Jahren seit der Scheidung erhöht werden. Voraussetzung dafür ist, dass einerseits im Scheidungsurteil festgehalten wurde, dass kein zur Deckung des gebührenden Unterhalts ausreichender Unterhaltsbeitrag festgesetzt werden konnte.