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Scheidung - Ehescheidung - gemeinsames Sorgerecht

«Ich möchte mich scheiden lassen…»

Dieser Schritt fällt sicherlich nicht leicht. Wer von einer Trennung und Scheidung betroffen ist, steht oft vor einem völligen Neuanfang – im Hinblick auf die Finanzen, auf die Kinder und nicht zuletzt auch in emotionaler Hinsicht. Umso wichtiger ist es, dass die Scheidung möglichst fair verläuft und dadurch ein Rosenkrieg vermieden wird. Doch wie können die rechtlichen und finanziellen Folgen einer Ehescheidung geregelt werden? Welche Scheidungskosten lassen sich bei einer einvernehmlichen Scheidung sparen? Nutzen Sie unser Angebot einer online-Scheidung (nur für bestimmte Fälle geeignet!)

 

Ich berate Sie zu folgenden Themen:

  • Einvernehmliche Scheidung: so vermeiden Sie Streit und Kosten
  • Unterhalt: wir berechnen Ehegattenunterhalt und Kindesunterhalt
  • Unser Vermögen: Eigengut, Vermögensaufteilung und Mehrwertbeteiligung
  • Pensionskasse: die gerichtliche Teilung der Vorsorgeguthaben und alternative Regelungen
  • Unsere Kinder: faire Scheidung dient dem Kindeswohl; regeln Sie Sorge-und Besuchsrecht
  • Das Scheidungsverfahren: so vermeiden Sie Steuerverluste und beschleunigen die Ehescheidung

Nicht zu vergessen:

  • Ehewohnung, Hausrat, Krankenversicherung, Lebensversicherung und Erbrecht
  • Scheidungskosten: ich stehe für transparente Kosten; Rechtsschutzversicherung und unentgeltliche Rechtspflege

Einvernehmliche Scheidung einreichen - Ich will keinen Rosenkrieg!

Noch vor einem Scheidungsgesuch sollten Sie die Folgen der Scheidung durch eine Scheidungsvereinbarung regeln. Lassen Sie sich dabei frühzeitig durch einen erfahrenen Scheidungsanwalt oder Scheidungsanwältin beraten! Nutzen Sie die Möglichkeit, bereits frühzeitig sämtliche Folgen der Scheidung mit der Ehefrau bzw. mit dem Ehemann zu regeln. Das Ergebnis wird dann in einer Vereinbarung verbindlich geregelt. Das Scheidungsverfahren ist dann nur noch eine Formalität. Entscheidend ist eine kompetente und engagierte Beratung durch Ihren Scheidungsanwalt bzw. Ihre Scheidungsanwältin. Ihr Scheidungsanwalt sollte “Ihre Sprache sprechen” – nicht nur in fachlicher Hinsicht: Nicht selten ist der Ton, mit dem die Auseinandersetzung geführt wird, entscheidend dafür, ob eine Einigung zwischen den Ehegatten getroffen werden kann oder ob der Streit über Anwälte und Gerichte eskaliert.

 

Kinder - Ab 1. Juli 2014 gemeinsames Sorgerecht als Regel!

Das Sorgerecht beinhaltet das Recht und die Pflicht der Eltern, das Kind zu erziehen, zu pflegen, zu betreuen, das Kindesvermögen zu verwalten und das Kind gegenüber Dritten zu vertreten. Während der tatsächlich gelebten Ehe steht das Sorgerecht beiden Elternteilen gemeinsam zu; ebenso während der Trennung.

Anlässlich der Scheidung muss entschieden werden, ob beide Eltern das Sorgerecht weiterhin gemeinsam auszuüben können oder aber ob einem Elternteil alleine das Sorgerecht zugeteilt wird. Zur Zeit ist das gemeinsame Sorgerecht nur möglich, wenn sich die Ehegatten darauf einigen. Kommt keine Einigung zu Stande, so entscheidet das Gericht und berücksichtigt dabei folgende Umstände: wer hat sich bis anhin um die Kinderbetreuung gekümmert und wer kann dies in Zukunft tun? Welcher Elternteil bietet stabilere Verhältnisse und die grössere Bereitschaft, dem Kind den Kontakt zum anderen Elternteil zu ermöglichen?

Die gemeinsame elterliche Sorge wird ab 1. Juli 2014 zur Regel und kann fünf Jahre rückwirkend geltend gemacht werden. Einzig wenn die Interessen des Kindes geschützt werden müssen, kann die elterliche Sorge einem Elternteil zugeteilt werden. Im Vordergrund steht das Wohl der Kinder. Dabei hat ein Kind nicht nur das Recht auf eine eigenständige Beziehung zu jedem Elternteil. Ein Kind hat auch das Recht auf stabile und verlässliche Betreuungsverhältnisse und das Recht auf finanzielle Sicherheit. Gleichwohl muss der Wohnsitz des Kindes vereinbart und das Besuchs-und Ferienrecht des jeweils anderen Elternteils geregelt werden.

 

Güterrecht - Wie wird das Vermögen geteilt?

Bei der Scheidung findet die so genannte güterrechtliche Auseinandersetzung statt. Wurde vertraglich kein anderer Güterstand vereinbart, unterstehen die Ehegatten dem ordentlichen Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung. Daneben kann mit einem Ehevertrag die Gütertrennung oder die Gütergemeinschaft vereinbart werden. Gerne informiere ich Sie über die Einzelheiten der Güterstände.

Die Errungenschaftsbeteiligung zeichnet sich dadurch aus, dass das Vermögen aus vier Bestandteilen besteht: das Eigengut und die Errungenschaft des Ehemannes sowie das Eigengut und die Errungenschaft der Ehefrau. Zum Eigengut gehören persönliche Gegenstände, Erbschaften und Schenkungen, Genugtuungsansprüche und sämtliche Vermögenswerte, welche sich schon vor der Ehe im Eigentum des jeweiligen Ehegatten befanden. Die sogenannte Errungenschaft bildeten Lohn, Renten, Ersparnisse aus Arbeitserwerb, Erträge aus dem Eigengut usw.

Im Falle der Scheidung behält jeder Ehegatte sein Eigengut; die Errungenschaft wird unter den Ehegatten hälftig geteilt.

 

Pensionskasse bei Ehescheidung - Was gilt bezüglich der Altersvorsorge?

Solange bei keinem der Ehegatten ein Vorsorgefall (Alter, Invalidität) eingetreten ist, sind die während der Ehe angesparten Pensionskassenguthaben beider Ehegatten zwingend hälftig zu teilen; Ausnahmen sind nur in begründeten Fällen möglich. Ist ein Vorsorgefall eingetreten oder die Teilung der Pensionskassenguthaben nicht mehr möglich, ist eine sog. angemessene Entschädigung an den anderen Ehepartner geschuldet.

Ein Ehegatte kann in einer Scheidungsvereinbarung auf den ihm zustehenden Anteil nur verzichten, wenn eine entsprechende Alters-und Invalidenvorsorge auf andere Weise gewährleistet ist, z.B. genügende Säule 3a, anderweitiges genügendes Vermögen (Liegenschaften etc.).

 

Online Scheidung - Der einfachste Weg zur Scheidung

Ich biete Ihnen die Möglichkeit, den Auftrag für Ihre Scheidung online zu erteilen. Das ergänzende persönliche Beratungsgespräch in unserer Kanzlei oder per Telefon ist bei Bedarf jederzeit möglich.

Auch bei der Online Scheidung betreue ich Sie fachlich von der Erstellung der Scheidungskonvention, über die Gesuchstellung bis zur ehelichen Anhörung. Ihre persönliche Anwesenheit ist in der Regel nur einmal bei Ihrem Scheidungstermin bei Gericht erforderlich.

Ihre Vorteile einer Online-Scheidung

  • Abwicklung der Formalitäten bequem von zu Hause aus
  • keine Wartezeiten, keine Anfahrt zum Anwalt
  • In der Regel genügt ein Anwalt für die Durchführung des Verfahrens

 

Voraussetzungen einer Online-Scheidung

Beide Ehegatten sind mit der Scheidung einverstanden und haben sich über die Scheidungsfolgen vollständig geeinigt

 

Die Online-Scheidung wird nicht empfohlen, wenn

das Sorgerecht für gemeinsame Kinder,
das Besuchsrecht für minderjährige Kinder,
Unterhaltsansprüche (Kindesunterhalt, Ehegattenunterhalt),
Vermögensauseinandersetzungen (gemeinsame Liegenschaften, Hausrat, gemeinsam aufgenommene Kredite, usw.) strittig ist

und dann nicht,

wenn Sie das nachfolgende Formular (siehe 2. Schritt: Formular ausfüllen) nicht ohne weitere Hilfe ausfüllen können

 

1. Schritt - Vollmacht erteilen

Damit ich Sie in Ihrem Scheidungsverfahren vertreten kann, benötige ich eine schriftliche Vollmacht. Bitte drucken Sie die Vollmacht aus und schicken Sie diese unterschrieben per Fax oder E-Mail an mein Büro. Das Original der Vollmacht schicken Sie uns bitte zusammen mit dem ausgefüllten Formular zu. Bitte beachten Sie, dass die Vollmachtserteilung lediglich ein Angebot darstellt. Ein Mandatsverhältnis kommt erst durch meine ausdrückliche Annahme zustande. Ich behalte mir vor, ein Mandant abzulehnen.
Anwaltsvollmacht (pdf-Download 21 KB)

 

2. Schritt - Formular ausfüllen

Bevor Sie das Formular ausfüllen, legen Sie bitte Ihr Familienausweis/ Familienbüchlein sowie die Unterlagen gemäss der Checkliste und (falls vorhanden) den Ehevertrag bereit. Sie können das Formular ausdrucken, handschriftlich ausfüllen und per Fax oder E-Mail zusammen mit den benötigten Unterlagen an uns übersenden.
Scheidungsformular (pdf-Download 52 KB)
Checkliste Ehescheidung (pdf-Download 18 KB)

 

3. Schritt - Unterlagen per Post versenden

Das mir per Post zugeschickte ausgefüllte Formular sowie die notwendigen Unterlagen werden zunächst auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und darauf basierend ein Entwurf für eine Scheidungsvereinbarung erstellt. Sobald Sie den Entwurf für eine Scheidungsvereinbarung erhalten haben, prüfen Sie diese und teilen uns Ihre allfälligen Änderungs-/Ergänzungswünsche mit. Nachdem die definitive Fassen der Scheidungsvereinbarung feststeht, erhalten Sie diese zur Unterzeichnung und Rücksendung per Post mit folgenden Unterlagen an mich:

 

Nachdem alle Unterlagen eingegangen sind, werden ich Ihr Gesuch um Scheidung auf gemeinsames Begehren beim zuständigen Gericht einreichen. Selbstverständlich werde ich Sie unaufgefordert über den Verlauf des Verfahrens informieren.